Das Coaching ist in fünf thematisch aufeinander aufbauende Kapitel unterteilt, welche den Teilnehmern einen strukturierten und praxisorientierten Überblick über alle relevanten Aspekte der CE-Kennzeichnung bieten.
1. Kennenlernen und Zielsetzung
Zu Beginn findet ein intensives Kennenlernen statt, wobei der Referent vorgestellt wird. Zudem werden die Erwartungen der Teilnehmer erfasst und eine gemeinsame Aufgabenstellung definiert. Darüber hinaus besteht die Zielsetzung dieses Blocks darin, den Teilnehmern den Grundstein für das weitere Verständnis des CE-Kennzeichnungsprozesses zu legen. Folglich umfassen die Inhalte dieses Kapitels:
- Gemeinsame Vorstellung
- Gemeinsame Definition der Aufgabenstellung und Zielsetzungen des Coachings
- Austausch über individuelle Erwartungen und spezifische Fragestellungen der Teilnehmer
2. CE-Grundlagenwissen
In diesem Kapitel wird das Fundament des Coachings vermittelt, indem die wesentlichen Aspekte und Ziele der CE-Kennzeichnung erläutert werden. Insbesondere wird dabei die Motivation und der Geltungsbereich herausgestellt. Daher erfahren die Teilnehmer, welche Bedeutung die CE-Kennzeichnung für den europäischen Binnenmarkt hat und wie sie zur Harmonisierung von Sicherheitsstandards beiträgt. Im Einzelnen werden folgende Inhalte vertieft:
- Motivation zur CE-Kennzeichnung als Reisepass für Maschinen und Anlagen
- Detaillierte Darstellung der Schnittstelle zwischen Herstellern und Betreibern
- Erklärung der zentralen Begriffe wie „Maschine“, „auswechselbare Ausrüstung“ und „unvollständige Maschine“
- Vergleich zwischen Richtlinien, Verordnungen, Normen und Gesetzen
- Analyse der verschiedenen Normenarten (Typ-A, Typ-B, Typ-C) sowie deren praktische Anwendung im Rahmen der CE-Kennzeichnung
3. CE-Prozess und Risikobeurteilung
Im dritten Kapitel liegt zum einen der Schwerpunkt auf dem praktischen Ablauf des CE-Prozesses gemäß EN ISO 12100 und zum anderen darauf, den Maschinenkontext und die zugehörigen Gefährdungen systematisch zu erfassen und zu bewerten. Dabei gehören folgende wichtige Inhalte zu diesem Kapitel:
- Festlegung der Produktgrenzen und Bestimmung der Verwendungs-, räumlichen und zeitlichen Grenzen
- Durchführung einer systematischen Risikoanalyse unter Berücksichtigung aller Maschinenphasen
- Vorstellung und Anwendung verschiedener Instrumente zur Risikobewertung (Risikomatrix, Risikograph und numerische Verfahren)
- Detaillierte Erläuterung des Drei-Stufen-Verfahrens zur Definition von Schutzmaßnahmen
- Erarbeitung von Konzepten, wobei inhärent sichere Konstruktionen und technische Schutzmaßnahmen in den CE-Prozess integriert werden
4. Maschinenrichtlinie versus Maschinenverordnung
Dieses Kapitel widmet sich sowohl dem Vergleich der bisherigen Maschinenrichtlinie (MRL 2006/42/EG) als auch der neuen Maschinenverordnung (MVO (EU) 2023/1230). Zudem wird aufgezeigt, welche wesentlichen Änderungen und Neuerungen die Revision mit sich bringt. Insbesondere gehören hierzu:
- Historische Entwicklung und Vergleich der beiden Regelwerke
- Analyse der strukturellen Änderungen, wie beispielsweise die Anpassung der Kapitelstruktur und die Neudefinition von Begriffen
- Darstellung der sieben Hauptänderungen, beispielsweise die Digitalisierung der Betriebsanleitung, Integration von Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz sowie das neue Konformitätsbewertungsverfahren für Hochrisikomaschinen
- Diskussion der Auswirkungen der Revision auf bestehende Dokumente und interne Prozesse im Unternehmen
- Zukunftsperspektiven und weiterführende Informationen zur Anpassung an die neuen gesetzlichen Anforderungen
5. Abschluss und Diskussion
Im abschließenden Kapitel werden zunächst alle erarbeiteten Inhalte zusammengefasst und anschließend in den Kontext der praktischen Umsetzung eingeordnet. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer Checklisten und Leitfäden als Hilfsmittel für die Anwendung in ihrem Arbeitsalltag. Zudem wird Raum für Fragen, Diskussionen und den Austausch von Erfahrungen geschaffen. Konkret beinhalten die Kernelemente dieses Abschlusses:
- Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte und Ergebnisse
- Vorstellung praxisrelevanter Checklisten, zum Beispiel zur Konformitätserklärung und Montageanleitung
- Offene Diskussionsrunde zur Klärung individueller Fragestellungen und zum Feedback
- Ausblick auf weiterführende Unterstützungsangebote und individuelle Beratungsmöglichkeiten